Grundlagen der Goju-Ryu Katas

Die typischen Merkmale des Goju Ryu sind:

  • Die Gegensätze GO (hart) und JU (weich). Besonders deutlich wird dies in den „Herzstücken“ des Goju Ryu – in den Katas Sanchin (hart) und Tensho (weich).
  • Durch den Wechsel zwischen stabilen, kraftvollen Stellungen (Sanchin-Dachi, Shiko-Dachi) und flexiblen Stellungen (Neko-Ashi-Dachi), werden schnelle und geschmeidige Nachfolgetechniken ermöglicht.
  • Es werden im wesentlichen kraftvolle Stände in Kombination mit kurzen Techniken (Ura-Zuki, Uraken, Empi-Uchi etc.) verwendet.
  • Eine zentrale Stellung des Goju Ryu ist der Sanchin-Dachi. Dieser ist zwar ungeeignet zum Überwinden größerer Distanzen, bildet aber das Fundament für eine starke Armtechnik und kann durch minimale Bewegungsveränderung auch als Schutz gegen Angriffe zum Unterleib verwendet werden.
  • Einer weichen Abwehr- oder Ausweichbewegung folgt ein harter Gegenangriff.
  • Häufige Anwendung von kurzen, starken Fauststößen und Nahkampftechniken.
  • Abwehrtechniken bestehen vorwiegend aus runden oder kreisrunden Armbewegungen (Soto-uke, Kake-uke, Mawashi-uke).
  • Fusstechniken zielen nicht höher als bis zum Solar Plexus.
  • Chinesische Atemtechniken wie Qi Gong spielen eine tragende Rolle und sind sehr direkt in die Goju-Ryu Katas übernommen worden (z.B Sanchin oder Tensho). Die richtige Spannung und Entspannung des Körpers und des Geistes wird erst durch eine korrekte Atmung möglich. Ohne die richtige Atemtechnik bleiben viele Techniken oberflächlich und wirkungslos.

Die Graduierungen (Gürtel)

Deshi (Schülergrade)

9 Kukyu (weiß)
8 Hachikyu (gelb)
7 Shichikyu (orange)
6 Rokkyu (grün)
5 Gokyu (blau)
4 Shikyu (blau)
3 Sankyu (braun)
2 Nikyu (braun)
1 Ikkyu (braun) 

Sempai (Technische Meistergrade)

Sempai bedeutet „voraus Gefährte/Kamerad“
1 Shodan
2 Nidan
3 Sandan
4 Yondan 

Sensei (Geistige Meistergrade)

Sensei bedeutet „voraus leben“
5 Godan
6 Rokkudan
7 Shichidan
8 Hachidan
9 Kudan
10 Judan